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Autor Thema: Radikal gute Transformers Episoden: Beast Wars - The Spark  (Gelesen 19011 mal)
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Philister
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Wo die jungen Hüpfer noch was lernen können...


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« am: 11. Juni 2013, 15:14:44 »

Was gucken wir heute?

Heute gibt’s mal Beast Wars, genauer gesagt die Episode „The Spark“ (deutsch: der Funken) aus der ersten Staffel.

Kannst du kurz mal ein wenig Hintergrund einfĂĽgen? Ich glaube nicht alle Leser sind mit Beast Wars so gut vertraut.

Klar, kein Problem. Maximals (die Guten) und Predacons (die Bösen) sind auf einem urtümlichen Planeten gestrandet. Der Planet ist mit instabilem Energon gepflastert, weswegen sie Tierformen als Schutz vor der Strahlung annehmen müssen, sie können immer nur kurze Zeit im Robotermodus bleiben. Vor dem Absturz ihrer Schiffe haben die Maximals den Großteil ihrer Crew in Stasis Pods in den Orbit befördert. In mehr oder minder regelmäßigen Abständen landen diese Stasis Pods auf dem Planeten und Gute wie Böse veranstalten ein Rennen dorthin, da die in Stasis befindlichen Protoformen (eigentlich Maximals) auch zu Predacons reprogrammiert werden können.

Okay, also geht es in dieser Episode mal wieder um einen gelandeten Stasis Pod?

Ja, wobei gelandet nicht der richtige Ausdruck ist. Der Stasis Pod kollidiert mit einem Stück Weltraummüll und stürzt auf den Planeten ab, mitten hinein in eine Felsenlandschaft, wo es von instabilem Energon nur so wimmelt. Die Gegend gehört zum Predacon Territorium, die das ganze auch gleich mitkriegen. Megatron schickt Scorponok und Blackarachnia los, um den Pod zu bergen.

Die Maximals haben nichts mitbekommen?

Natürlich haben sie das, wo wäre denn sonst die Spannung? Rhinox ist auf Erkundungstour in der Nähe der Absturzstelle. Leider stört die Energon-Strahlung seinen Funk, weswegen er keine Verstärkung anfordern kann. Also bleibt ihm nur, sich alleine aufzumachen. Zu seinem Glück aber sieht auch der weiter entfernte Cheetor den abstürzenden Pod. Nach einem kurzen Funkspruch an Tigatron macht auch dieser sich auf den Weg.

Also ein Rennen. Wer kommt zuerst beim Pod an?

Es ist Rhinox, der gleich viel Arbeit vor sich hat. Der Pod ist schwer beschädigt, die darin befindliche Protoform ist schutzlos der starken Energon-Strahlung ausgesetzt. Nur wenn er den Maximal schnell aktivieren und mit einem Tiermodus ausstatten kann, kann er den Spark der Protoform vor dem Verlöschen bewahren. Ach so, das ist übrigens das erste mal in der gesamten Geschichte der Transformers, dass der „Spark“ erwähnt wird.

Echt? Ich dachte die G1 Transformer hatten auch Sparks.

RĂĽckwirkend wurde das so etabliert, ja, aber eingefĂĽhrt wurde das Konzept hier in dieser Folge.

Okay, interessant. Aber zurĂĽck zur Folge. Rhinox bleibt nicht lange allein, nehme ich an?

Richtig. Als nächstes kommt Cheetor am Ort des Geschehens an, was Rhinox gerade recht kommt. Denn der „Locking Chip“ der Protoform ist defekt. Dieser Chip gestattet es einem Transformer in den sog. Stasis Lock zu gehen, also eine lebenserhaltende Starre. Da er keine entsprechenden Ersatzteile dabei hat, sieht Rhinox nur die Chance, dass einer von ihnen beiden seinen Chip spendet. Cheetor stimmt sofort zu und spendet seinen, da nur Rhinox die Fähigkeiten hat, ihn auszubauen.

Echt nobel von Cheetor.

In dieser Folge darf Cheetor eh mal richtig glänzen, nachdem er sich vorher meistens in bester Hitzkopf-Manier selbst in Gefahr gebracht hat und gerettet werden musste. Aber dazu mehr. Cheetor wird von Rhinox kurz abgeschaltet, damit er seinen Chip entnehmen kann. Während der Abschaltung erlebt Cheetor eine kurze Vision über Sparks und dass das Universum jubiliert, wenn einer online geht, aber weint, wenn er verlöscht.

Klingt schwer nach Exposition fĂĽr die Zuschauer.

Ist es ehrlich gesagt auch, aber Cheetor hatte in der Serie mehrfach Visionen, insofern ist das stimmig. Kurze Zeit später erwacht er wieder. Rhinox baut der Protoform den Chip ein und versetzt sie in Stasis. Damit ist zumindest vorübergehend die Gefahr gebannt. Die Schäden sind jedoch schon so weit fortgeschritten, dass sie für den neuen Maximal auf jeden Fall eine Tierform brauchen, um ihn sicher aus der energonversuchten Öde rauszubringen. Rhinox reaktiviert den DNA-Scanner des Pods und hofft, dass sie hier irgendwo auch tatsächlich ein Tier als Vorbild finden.

Wo bleiben eigentlich die Predacons?

Denen hat Tigatron aufgelauert und er schaltet dann auch schnell Scorponok aus. Allerdings fällt er dann selbst Blackarachnia zum Opfer, die sich weiter auf den Weg zur Protoform macht. Und Waspinator ist ebenfalls unterwegs als Luftunterstützung.

Viel Arbeit fĂĽr Rhinox und Cheetor also?

Eigentlich für Cheetor, denn Rhinox muss weiter an der Protoform arbeiten. Die Energonstrahlung macht ihm inzwischen selbst zu schaffen (er muss in Roboterform bleiben, da er als Tier keine Hände hat) und er transferiert all seine Waffenergie, um sich selbst noch Zeit zu erkaufen. Somit ist es Cheetor, der damit mal die Gelegenheit hat den Boss raushängen zu lassen. Er nimmt es sowohl mit Blackarachnia (er rammt ihr den eigenen Giftpfeil in den Kopf) als auch Waspinator auf (er lockt ihn in einen explodierenden Geysir). Erst als Terrorsaur auch noch erscheint und ihn von hinten niederstreckt, ist Cheetor besiegt. Aber er hat seinen Job erfüllt und wertvolle Zeit erkauft

Die Protoform ist also online?

Nein, leider nicht. Die Reparaturen sind so weit wie möglich fertig, aber der Scanner hat immer noch keine Tierform gefunden. Und dann ist es für Rhinox zu spät, die Energonstrahlung übermannt ihn und zwingt ihn in den Tiermodus. Natürlich kommt genau in diesem Moment Terrorsaur an und freut sich, neben einer Protoform noch einen hilflosen Maximal vorzufinden.

Also mal ein richtiger Gänsehautmoment?

Genau. Alles scheint verloren. Die Protoform ist kurz vor dem Tod, die Energon-verseuchte Einöde bietet keine einzige Lebensform, die zum Schutz gescannt werden könnte. Rhinox ist im Tiermodus gefangen und Terrorsaur ist bereit den hilflosen Maximal hinzurichten. Kein anderer Maximal ist mehr in der Nähe. Dann plötzlich durchstößt von hoch oben der spitze Schrei eines Adlers die Stille. Der DNA-Scanner des Stasis Pods springt an und in gleißendem Licht wird die Protoform in ihre neue Gestalt gebracht. Airrazor schwingt sich zum Himmel auf.

Terrorsaur dĂĽrfte darĂĽber nicht glĂĽcklich sein, oder?

Natürlich nicht, was er gleich an Rhinox auslassen will. Aber Airrazor greift ihn als Adler an und schleift ihn davon. Terrorsaur will sie abschießen…

Sie?

Sorry, ganz vergessen. Airrazor ist eine Lady. Auf jeden Fall stößt Airrazor dann aus der Sonne auf ihn herunter, transformiert in den Robotermodus und schießt ihn in Stücke. Es regnet Terrorsaur-Teile über das ganze Gebiet.

Alles alles gut und das Team der Maximals um ein neues Mitglied verstärkt.

Richtig. In der Basis angekommen nimmt sich natürlich der Chef Optimus Primal das Recht heraus, die Dame herumzuführen („…und hier ist mein Quartier, kannst mich jederzeit aufsuchen, auch Nachts…“). Rhinox ist zufrieden, sie haben ihre Kameradin gerettet und ein weiterer Spark ist online. Das Universum jubiliert.

Klingt nach einer wirklich guten Folge, speziell fĂĽr eine, die doch eigentlich nur dazu da ist, eine neue Figur (sprich: ein neues Spielzeug) einzufĂĽhren.

Eine große Stärke der Beast Wars Serie war, dass sie natürlich auch dem „höheren“ Zweck diente, Werbung für die Spielzeuge zu machen, aber sie (fast) komplett vermieden haben, Episoden einfach nur nach dem Muster „hier ist der Neue, guckt wie cool er ist, kauft ihn!“ zu stricken. Der Fokus der Episode liegt ganz klar auf Rhinox und Cheetor, die sich den A**** aufreißen um ihren gefallenen Kameraden zu retten und dabei ohne zu Zögern ihr eigenes Leben riskieren. Der Spannungsbogen ist perfekt, die Szene in dem der Adler schreit und der Stasis Pod endlich anspringt ein richtiger „F*** Yeah!“ Moment und Airrazor als neuer Charakter erscheint eigentlich nur ganz zum Schluss. Viel besser kann man eine solche Vorstellungs-Folge eigentlich nicht machen.

Aber heißt es nicht immer Beast Wars wäre so blöd, weil die Transformers „nur“ Tierformen haben?

Die Leute die das sagen haben zu 99% nie auch nur eine Folge Beast Wars gesehen. Vielleicht sollten sie mal damit anfangen.


Quelle: Rex Machina (dort auch mit Screenshots)
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Megatron_Zero
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« Antworten #1 am: 11. Juni 2013, 22:23:23 »

Da kann ich dir nur beipflichten. Spark ist áuch meine Lieblingsfolge der Serie (Ich kam nie dazu Staffel zwei und drei zu sehen.). Und auch so wunderschön geschrieben. super
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Predaking77
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« Antworten #2 am: 31. Juli 2013, 15:53:53 »

Ich stehe auf BW genauso wie Ihr, selbst Beast Machines find ich gut gemacht. Da sind ne Menge
kurioser Sache. drin die einen zu Schmunzeln und Lachen bringen. Ebenso ein paar versteckte
Erwachsenen Witze....Also nach BW geht's hier hoffentlich weiter mit BM.
Weiter so, schöne Folge.

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