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Autor Thema: Comic Review zu Transformers Regeneration One Heft 93 (Spoilergefahr!)  (Gelesen 5375 mal)
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Celice
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« am: 19. Juli 2013, 23:48:28 »

Vorwort: Die folgende Review befasst sich mit Heft 93 aus der Regeneration One Reihe. Geschrieben wurde das Heft von Simon Furman, gezeichnet von Guido Guidi, getuscht von Stephen Baskerville, coloriert von John-Paul Bove, mit Text gef√ľllt von Chris Mowry und editiert von John Barber. Heft 93 stellt den dritten Teil des dritten Regeneration One Story Arcs, mit dem Namen Destiny, dar.



Story: Das Heft beginnt mit Bludgeon, der √ľber seine Niederlage in Heft 80 auf dem Planeten Klo und seine bevorstehende R√ľckkehr nach Cybertron nachdenkt. Er offenbart dem Leser in seinen Gedanken, dass er nicht vorhat nach Cybertron zur√ľckzukehren, um die Autobots zu besiegen und den Beginn einer glorreichen Decepticon Herrschaft einzuleiten. Sein Ziel ist es in der Schlacht zu sterben und die verpasste Gelegenheit, die sich ihm auf Klo bot, nachzuholen, um einen glorreichen Tod im Kampf zu sterben und in als Legende weiterzuleben. Diese Entscheidung hat auch damit zu tun, dass Bludgeon eine Vision seine Todes hatte. Wie genau er diese hatte wird dem Leser (noch?) nicht erl√§utert. W√§hrend Bludgeon mit seinem Schiff, der Warworld, und deren t√∂dlicher Ladung, nach Cybertron fliegt, sind auch Galvatron, Starscream und Shockwave an Bord der Arche auf dem Weg nach Cybertron. Galvatron beschlie√üt, dass ein frontaler Angriff auf Cybertron sinnlos w√§re. Stattdesen beschlie√üt er die Arche mittels Autopilot als Ablenkungsman√∂ver direkt auch Cybertron zu fliegen zu lassen und das letzte St√ľck, unter der Deckung der Arche, aus eigener Kraft zu fliegen. Dabei plant er Starscream, von dem er denkt, dass dieser immer noch durch Megatrons Behandlung, handlungsunf√§hig ist, an Bord der Arche zu lassen und ihn so in seinen Tod fliegen zu lassen. Galvatron setzt es sich als Ziel Ultra Magnus zu t√∂ten, da er bereits einmal einen Ultra Magnus get√∂tet hat. Derweil sitzt Ultra Magnus im Hauptquartier der zivilen Verteidungskr√§fte von Cybertron und leitet einen Feldeinsatz der Wreckers, welche einen Decepticon St√ľtzpunkt in den Badlands angreifen und hoffen dort Soundwave und seine Neo Decepticons zu finden. Soundwave hat jedoch einen anderen Plan.  Er wei√ü das neben den Wreckers auch die Aerialbots im Feld sind, jedoch unterwegs zu einem anderen Ziel. Die Wreckers finden den St√ľtzpunkt leer vor, doch in dem Moment wo sie begreifen, dass sie in eine Falle gelockt wurden, explodiert der St√ľtzpunkt auch schon. Sie √ľberstehen die Explosion aber ohne gr√∂√üere Sch√§den, denn sie waren nicht Soundwaves Ziel. Dieser hat es auf die Aerialbots abgesehen und wartet versteckt mit Monstructor darauf, dass die Aerialbots in Reichweite kommen. Nachdem Prowl und sein Team jedoch Runamuck festgenommen haben und vermuten, dass Soundwave eben gr√∂√üere Pl√§ne hat, als einfach nur die Wreckers in eine Falle zu locken, befiehlt Ultra Magnus den Aerialbots ihre Mission abzubrechen.  Soundwave bedauert es, dass er die Aerialbots nicht ausschalten konnte, beschlie√üt jedoch seinem eigentlichen Plan, Megatrons Standard wieder auf leben zu lassen, dennoch nach zugehen. Dazu befiehlt er seiner neuen Kassette Wingthing den anderen bescheid zu geben. Die Zeit f√ľr Monstructors Amoklauf seie nah. Die Erz√§hlung wechselt wieder zur Arche. Dort empf√§ngt Galvatron vom Computer, das sich in Hangar 9 ein Eindringling befinde. Galvatron geht der Sache auf den Grund und findet im Hangar eine Mark V Wachdrohne vor, welche Galvatron angreift. Starscream offenbart Galvatron, dass er nicht l√§nger handlungsunf√§hig ist und das es nun Galvatron seie, welcher an Bord der Arche stirbt. Galvatron gelingt es jedoch ohne gr√∂√üere M√ľhe die Drohne zu zerst√∂ren, Starscream √∂ffnet jedoch von der Br√ľcke aus den Hangar, wodurch Galvatron ins All gesogen wird.  Starscream er√∂ffnet, mit den Waffen der Arche, das Feuer auf Galvatron, bevor er diesen jedoch erwischen kann meldet Schockwave, dass sie Cybertron bedenklich Nahe gekommen sind. Daraufhin befiehlt Starscream den Kurs zu √§ndern, w√§hrend Galvatron mittlerweile dabei ist auf Cybertron zu st√ľrzen. Es gibt einen Schnitt und wir befinden uns im Kern von Cybertron, der Primus Kammer. Hot Rod und den Dinobots ist es endlich gelungen eben diese zu finden.  Sie erstaunen im anbetracht der Abbildes ihres in Heft 75 verstorbenen Sch√∂pfers. Hot Rod sieht mehr als die Dinobots. Er hat das Gef√ľhl, bereits zuvor an diesem Ort gewesen zu sein. Er sieht sich selbst, in allen bis heute existenten Transformer Universen, in denen er vorkam. Hot Rod bleibt jedoch nicht viel Zeit, das gesehene zu verabeiten, denn Swoop weist ihn darauf hin, dass sie von den D√§monen umzingelt wurden, die unter der Oberfl√§che von Cybertron leben. Hot Rod und die Dinobots stellen sich den D√§monen, merken aber das sie die zahlenm√§√üige √úberlegenheit ihres Feindes nicht durch ihre St√§rke ausgleichen k√∂nnen. Sie ziehen sich hinter das Primus Abbild zur√ľck und stellen fest, dass die D√§monen ihnen dorthin nicht folgen. In diesem Durchgang findet die Gruppe uralte √úberreste von cybertronischen Lebensformen. Als Hot Rod eine ber√ľhrt, verf√§llt diese zu Staub. Der Gruppe erscheint Grimlock, doch Hot Rod merkt sofort, dass Primus in Grimlocks K√∂rper steckt. Primus erkl√§rt Hot Rod, dass es nun Zeit ist zu reden. Doch bevor dieser damit beginnt und dem Leser Fragen beantwortet, die dieser teilweise schon vor Heft 81 hatte, wechselt die Szenerie wieder zu Ultra Magnus. Dieser befindet sich in Iacon auf einem Dach, das wahrscheinlich zum Hauptquartier der Zivilen Verteidigung geh√∂rt. Er unterh√§lt sich mit Cosmos, welche um Cybertron herumfliegt, in der Hoffnung auf seinen Sensoren irgendetwas ungew√∂hnliches entdecken zu k√∂nnen, da die planetaren Langstreckensensoren nach wie vor nicht funktionsf√§hig sind. Es sieht so aus, als ob Cosmos kein Gl√ľck h√§tte, bis er merkt, dass er direkt auf ein riesiges Objekt zu fliegt. Die Warworld. Das Schiff zerst√∂rt Cosmos mit einem einzigen Schuss. Ultra Magnus hat jedoch gr√∂√üere Sorgen, als er pl√∂tzlich unter Beschuss steht. Und mit Galvatron, der auf Ultra Magnus zust√ľrmt und erkl√§rt, dass sich die Geschichte nun wiederholen w√ľrde, endet das Heft.

Destiny kommt langsam immer mehr in Fahrt. Nachdem der Storyarc relativ unspektakul√§r begonnen hat und Heft 92 ziemlich viel von einer Sidestory hatte, geht es nun immer schneller auf das Finale zu. Bludgeon und Galvatron erreichen Cybertron und Hot Rod trifft Primus. Wie immer kriegt es Furman ziemlich gut hin all diese Storys parallel laufen zu lassen und so viel Inhalt in ein einzelnes Heft zu packen. Nachdem Hot Rod bereits in Natural Selection einen eigenen Sub-Plot hatte, ist Destiny nun mehr oder weniger ganz ihm gewidmet. Er muss sich sein Spotlight jedoch diesmal mit direkt 2 B√∂sewichten teilen. Denn auch Bludgeon und Galvatron wollen ihre Geschichte erz√§hlt haben. Die Art und Weise, wie Hot Rod damals schon in den alten Marvel Heften und auch jetzt in Regeneration One, charakterisiert wird, gef√§llt mir sehr gut. Die Vorbereitung auf seine Verwandlung in Rodimus Prime erfolgt auch wesentlich besser als im Movie von 1986. Auch wenn es wieder nur eine Frage der Zeit, bis Rodimus Prime dann Optimus Prime ersetzen wird, so kommt dieser Hot Rod viel w√ľrdiger r√ľber, als sein Movie Gegenst√ľck. Es gef√§llt mir allgemein, wie die Comics in der Regel das Unerfahrende und nicht das Wilde seines Charakters in den Vordergrund setzen. Hot Rod hat zwar nat√ľrlich seine wilden Momente, die ihm letztendlich zu seinen Namen brachten, aber es kommt alles viel nat√ľrlicher, als im Movie und der dritten Staffel des Cartoons. Bludgeon ist ebenfalls ein interessanter Charakter, das er gut dargestellt wird und eine gr√∂√üere Rolle spielt, hat letztendlich nat√ľrlich auch damit zu tun, dass er einer von Furmans bevorzugten Charakteren ist. Nur in diesem Heft verwirrt er mich ein wenig. Genau gesagt die erste Seite. Wo hat Bludgeon seinen Tod gesehen? Wie hat er diesen gesehen? Ist es wirklich eine Vision oder nur eine Fantasie, die in Bludgeons Kopf entstanden ist. Es kann nat√ľrlich sein, dass ich irgendwo was √ľbersehen habe, aber diese Szene auf der ersten Seite wird meiner Meinung nach nicht gut erkl√§rt. Der dritte der Hauptakteure ist Galvatron. Dieser wurde in Heft 67/69 von Unicrons Herolden aus seiner alternativen Zukunft, in der er Rodimus Prime t√∂tete und Unicron Cybertron verschlungen hatte, in die Gegenwart entf√ľhrt, wo er f√ľr Unicron die Transformer besch√§ftigen sollte, bis Unicron Cybertron erreicht h√§tte. Nachdem er Unicron in Heft 75 betrogen hatte und Optimus Prime Unicron im selben Heft besiegte, schlich Galvatron sich an Bord der Arche, die in Heft 76 von Starscream und Schockwave gestohlen wurde. Nachdem er in Heft 78 an Bord der Arche auf Megatron trifft, droht Galvatron seinen Verstand zu verlieren. Er f√§ngt sich jedoch, verb√ľndet sich mit Megatron, nur um kurz darauf hin durch Ratchets Einsatz auf der Erde abzust√ľrzen. Er √ľberlebt die Landung jedoch und macht sich auf zu n√§chsten Menschensiedlung, um diese zu zerst√∂ren. Er wird jedoch von Fortress Maximus aufgehalten und f√ľr tot gehlaten. Erst als 2012 Megatron von Optimus Prime get√∂tet wurde, erwachte Galvatron aus dem ewigen Eis, in dem er seit 1991 gefangen war. Er stahl auf der Erde die Arche und flog nun eben nach Cybertron. Seine Versessenheit auf Ultra Magnus ist dabei eine Anspielung auf die Marvel UK Comics, in denen Galvatron und Ultra Magnus immer wieder epische Duelle austrugen. Soweit ich wei√ü, gewann Ultra Magnus das letzte Duell, weswegen man in den Werbespr√ľchen zu Heft 93 auch Dinge liest wie "Die R√ľckrunde des Jahrhunderts!" und √§hnliches. Allem in allem gefiel mir die Story sehr gut, da es nun nach den eher langsameren Heften 91 und 92 nun endlich mal vorw√§rts ging. Was ich schade fand, dass diesmal Optimus Prime nicht vorkam und das sich Jihaxus nach Heft 91 noch kein zweites Mal blicken lassen hat. Sein Plan, vorrausgesetzt er verfolgt nicht den selben aus den G2 Comics, da er ja theoretisch derselbe Charakter ist, ist der Plan, √ľber den der Leser bis jetzt am wenigsten wei√ü. Ich bin sehr gespannt auf Heft 94.

Zeichnungen: Heft 93 hat einen Zeichnerwechsel aufzuweisen. Andrew Wildman hat den Stift weitergegeben an Guido Guidi. Dieser ist schon sehr lange f√ľr IDW am Werke und ist somit durchaus erfahren. Zuvor war er bereits f√ľr Dreamwave besch√§ftigt, wo er an den Armada und Energon Comics arbeitete. F√ľr IDW hat er neben diversen Covern die Hearts of Steel Reihe gezeichnet, eine der beiden Beastwars Reihe, fast alle All Hail Megatron Hefte, diverse Hefte der Ongoing Reihe, 2 Spotlights und die Flashbackteile, die im alten Marvel US Stil gehalten waren, aus den Annuals der Reihen Robots in Disguise und More Than Meets the Eye. In der Szene gibt es Leute, die ihm nachsagen, er h√§tte keinen eigenen Zeichenstil, k√∂nne daf√ľr aber gradezu perfekt alle "gro√üen" Zeichner imitieren. Ich pers√∂nlich war erst ales andere als begeistert, als ich h√∂rte das Wildman aufh√∂rt die Regeneration One Hefte zu zeichnen. Generell habe ich nichts dagegen, dass IDW verschiedene Zeichner besch√§ftigt. Aber innerhalb einer Reihe bevorzuge ich es, wenn sie beim selben Zeichner bleiben. Vorallendingen Regeneration One, welches sich ja ganz gro√ü auf die Segel geschrieben hat, dass das Team, dass auch damals die letzten Marvel US Hefte gemacht hat, nun an dieser Fortsetzung arbeitet. In diesem Sinne ist es nochmal ein wenig √§rgelicher, dass Wildman nicht mehr weiter macht. Nun aber, da ich das Heft gelesen habe, muss ich sagen, dass ich es nur noch halb so schlimm finde. Wenn ich es nicht besser w√ľsste, w√ľrde ich n√§mlich sagen, dass der Zeichner immer noch derselbe ist. Guidi kriegt es perfekt hin Wildmans einmaligen Regeneration One Stil, der f√ľr mich eine Mischung aus dem klassischen Marvel Stil und IDWs aktuellem Transformerstil darstellt, zu imitieren. Die Zeichnungen sehen klasse aus und wie bereits gesagt bleibt Guidi Wildmans Stil treu.



Das Panel das mir am meisten gefiel ist ganz klar das, wo Hot Rod auf seine anderen Ichs trifft:

Nat√ľrlich sind die Hot Rods im Regeneration One Stil gezeichnet, behalten aber alle etwas vom Flair ihres urspr√ľnglichen Universums.
Die Farben sind alle sehr sch√∂n gemacht. Wie bereits in den vorherigen Heften wird teilweise auf die Farbpalette, die damals den Leuten bei Marvel zur Vef√ľgung stand, zur√ľckgegriffen, um verschiedene Effekte beizubehalten, um die Marvel Atmossph√§re aufleben zu lassen.  So zum Beispiel Starscreams Kopf, der nach wie vor blau anstatt schwarz ist.



Die Zeichnungen sind sehr gelungen und trotz Zeichnerwechsel sieht Regeneration One nach wie vor Klasse aus.

Schlusswort: Ich war sehr zufrieden mit dem Heft. Regeneration One ist sowieso die Reihe, die mir von den aktuellen am meisten gefällt. Ich bin sehr gespannt auf Heft 94 und das im September erscheinende Heft 0. Mit Heft 94 werden viel Fragen beantwortet und die Idee, die sich im Kopf des Lesers entwickelt, wie der letzte Story Arc, das große Finale der Transformers Saga, aussehen könnte, wird spätestens mit Heft 95, wenn nich sogar schon mit Heft 94 und/oder Heft 0, ziemlich deutlich werden. Ich bin gespannt, welche Pläne Soundwave noch im geheimen verfolgt und ob wir in diesem Story Arc nochmal Circuit Smasher in Action sehen. Weil auch mit diesem hat Furman noch einiges vor. Außerdem kann ich es nicht erwarten zu sehen, wie das Problem mit den zwei Primes, die es spätestens nach Heft 95 geben wird, gelöst werden soll. In diesem Sinne sage ich, dass ich mich schon auf August freue.
Konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge sind nach wie vor willkommen.
« Letzte Änderung: 30. August 2013, 19:57:43 von Celice » Gespeichert

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