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Betreff: Was macht Takara besser als Hasbro und umgekehrt?

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red_folder.gif erstellt am: 4/6/2020 um 16:28 New 

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red_folder.gif erstellt am: 20/6/2020 um 13:44 New 

Die Frage ist mittlerweile eigentlich veraltet. Durch den ganzen "brand unification"-Kram, der mit "Power of the Primes" und der "Studio Series" begann, sind mittlerweile ca. 95% aller neuen Figuren weitgehend identisch, mit Ausnahme vielleicht von den augedruckten Hasbro-Produktnummern und minimal veränderten japanischen Verpackungen. Ansonsten gibt es nur noch ein paar wenige Exklusivfiguren, wobei Hasbro ja mittlerweile offizielle Importe davon vertreibt.

Die Frage müsste daher wenn, dann eigentlich auf den Zeitraum bis Ende 2017 abzielen. Und auch da sind die Unterschiede abhängig von der jeweiligen Reihe und starken Schwankungen unterzogen. Ich bin ehrlich überrascht, dass dieses Thema bislang keine Antworten bekommen hat, da doch normalerweise immer gleich die Takara-Fanboys aus ihren Löchern gekrochen kommen.


Kurzer Überblick:
Generation 1 (erste Jahre) - wenig Unterschiede zu den Hasbro-Versionen. Megatron mit Schwert statt Fusionskanone/Zielrohr und anderen Zubehörteilen, Sunstreaker, Skids und Buzzsaw nur als Dreierpack, Frenzy, Ravage und Laserbeak einzeln statt als Doppelpacks, Soundwave mit Rumble statt mit Buzzsaw, Reflector 1985 als normale Figur (in den USA gab es den 1986 nur per Versandhandel), dafür Warpath, Cosmos, Dirge. Ratchet, Repugnus, Gnaw und Pretender Landmine nur per Versandhandel, Ironhide und Gears überhaupt nicht (beide erst Anfang des Jahrtausends als "Neuauflagen"), ebensowenig Jetfire, Omega Supreme, Roadbuster, Whirl, Ransack, Venom, Chop Shop und Barrage (die Hasbro alle von anderen Firmen lizenziert hatte), ein paar zusätzliche Sets mit Varianten von Figuren wie Optimus Prime oder Megatron, Astrotrain ursprünglich in den Farben eines echten Space Shuttles (später dann als Variante in Hasbro-Farben).

Ab 1988 begannen dann die Farbunterschiede, etwa Minerva statt Nightbeat. Goshooter statt Siren, Doubleclouder statt Doubledealer, Ranger statt Joyride und Buster und Hydra statt Dreadwind und Darkwing. (Die Hasbro-Versionen waren zusätzlich per Versandhandel erhältlich.) Außerdem exklusive Redecos (Fortress Maximus zu "Grand Maximus" und Scorponok zu "Black Zarak") sowie zunächst exklusiv in Japan Overlord, der Jahre später auch in Europa erhältlich war. 1989 bestand dann etwa die Hälfte des Line-Ups aus Figuren, die nur in Japan erhältlich waren (wobei drei der "Brainmasters" und vier der "Breastforce"-Figuren später auch in Europa erschienen, als "Motorvators" und "Rescue Force"), während einige Hasbro-Figuren wie die Double Targetmasters oder die Small Pretenders komplett ausgelassen wurden. Farbunterschiede wurden von der Ausnahme zur Regel, ebenso physische Unterschiede (Black Shadow und Blue Bacchus statt Thunderwing und Crossblades etwa). "Galaxy Shuttle" war eine weitere quasi-Japan-exklusive Figur, wurde aber auch von GiG in Italien veröffentlicht.

1990 begann auch in Japan langsam der Niedergang. Die "Action Masters" wurden ausgelassen, dafür drehte sich fast alles um die Micromasters. Einige der Figuren wiesen Farbunterschiede gegenüber den Hasbro-Versionen auf, andere hatten zwar dieselben Farben, wurden aber mit Ausnahme der Race Track Patrol Team sämtlich von "Destrons" (Decepticons) zu "Cybertrons" (Autobots) umdeklariert. Außerdem gab es mal wieder eine exklusive Redeco, und zwar Metroplex von 1986 als "Metrotitan", sowie als neue, Japan-exklusive Figuren die "Powered Masters" um Dai Atlas. 1991 ging es weiter mit "Return of Convoy", der Fokus lag weiter auf den Micromasters (bzw. "Micro Transformers"), die nunmehr allesamt als "Cybertrons" vertrieben wurden. Exklusiv in Japan gab es außerdem Star Convoy. Die zunächst letzte Reihe war "Operation Combination" mit neuen, bis Anfang des Jahrtausends nur in Japan erhältlichen Micromaster-Combiner-Teams. Zusätzlich waren in Japan einige der in dieser Zeit speziell für den europäischen Markt entwickelte Figuren (die Turbomaters und Predators) als Doppelpacks erhältlich.

"G-2", das japanische Gegenstück zu "Generation 2", umfasste nur einen kleinen Teil von Hasbros Reihe, darunter die drei "Go-Bot"-Versionen von Optimus Prime, Megatron und Soundwave in leicht veränderten Farben, was allerdings wohl hauptsächlich produktionstechnische Gründe hatte.

Mit "Beast Wars" begann dann das, wofür Takara später berühmt (und berüchtigt) wurde, und zwar das Faible für "Show-Accuracy", also die größere Übereinstimmung der Figuren mit ihren Zeichentrick-Gegenstücken. Die ursprünglichen Veröffentlichungen der Figuren waren noch weitgehend identisch mit den Hasbro-Versionen, allerdings veröffentlichte Takara später Redecos, deren Farben und Bemalungen sich stärker an den Bildschirm-Versionen orientierten. Einige der nicht in der Serie verwendeten Figuren wiesen auch Farbunterschiede auf oder wurden gleich als separate Charaktere vermarketet. Zusätzlich veröffentlichte Takara weitere exklusiv in Japan erhältliche Figuren sowie Redecos von "Genration 1"-, "Generation 2"- und "Machine Wars"-Figuren, die durch die speziell für Japan entwickelten Zeichentrickserien "Beast Wars II" und "Beast Wars Neo" beworben wurden, bevor dann mit "Beast Wars Metals" die Figuren zur zweiten und dritten Staffel der US-Serie in Japan veröffentlicht wurden, mit nur minimalen Farbunterschieden. Ein paar Jahre später hat Takara einige der "Beast Wars"-Figuren noch mal im Rahmen der "Telemocha"-Reihe neu aufgelegt, wobei sich die Farben diesmal noch näher an den Zeichentrick-Versionen orientierten.

Das ist auch generell ein Trend, den man im Laufe der Jahre bei Takara beobachten kann: Der Versuch, sich selbst zu übertreffen. Zu sehen bei Masterpiece Convoy Version 3, Masterpiece Bumble Version 2, den diversen "Masterpiece Plus"-Redecos... wir können noch Zeichentrick-akkurater, kauft die neue Version, jetzt mit noch stärkerer Übereinstimmung mit dem Zeichentrick-Gegenstück, egal wie bescheuert es in natura aussieht!

Dieser Trend lässt sich auch an anderen Serien beobachten. Gab es bei "Henkei! Henkei!" noch die seltsamen willkürlich verchromten Teile sowie als Beispiel für sinnlose Cartoon-Akkuratheit den ausgelassenen (obwohl völlig optionalen) Supercharger bei Lambor (der Takara-Version von Hasbros Sideswipe), kann man insbesondere bei "Unite Warriors", der Takara-Version der "Combiner Wars"-Reihe, einen regelrechten Fetisch für hundertprozentig Zeichentick-akkurate Farbgebungen beobachten. Ein paar Beispiele: Bei Drag Strips G1-Version finden sich die Vorderräder seines Fahrzeugmodus im Robotermodus an den Schultern. Die "Combiner Wars"-Version hat einen anderen Fahrzeugmodus (mit vier statt sechs Rädern), eine andere Verwandlung und eine Farbgebung, die auf der Original-Spielzeugfigur basiert. Die "Unite Warriors"-Version verwendet dagegen die wesentlich farbärmere und langweiligere Zeichentrick-Fargbebung... inklusive schwarz bemalter Felder auf den Schultern, um den Look der Räder der Originalversion zu simulieren, was in beiden Modi total bescheuert aussieht. Ebenso Sling und Firebolt: Bei G1 Slingshot und Fireflight gab es auf der Oberseite der Flugzeugmodi schwarze Stege, die für die Verwandlung nötig waren. Aus unerfindlichen Gründen wurden die schwarzen Stege in die Zeichentrick-Animationsmodelle übernommen. Und obwohl die "Combiner Wars"-Figuren andere Verwandlungen haben und daher an der Stelle keine Stege erforderlich sind, hielt es Takara für unbedingt zwingend nötig, die (an sich schon bekloppten) schwarzen Stege der Zeichentrickdesigns auf die Flugzeugmodi der "Unite Warriors"-Figuren aufzumalen.


Generell ließ sich viele Jahre lang folgende Faustformel festhalten: Hasbro, zumindest das alte Team, orientierte sich stärker an den Original-Spielzeugfiguren. Rumble ist rot, Frenzy ist schwarz (mit Ausnahme des unveröffentlichten "Reveal the Shield" Demolition Rumble), Red Alert und Grapple haben schwarze Köpfe, und wenn die Zeichentrickdesigns weniger Farbvielfalt aufweisen als die Figuren aus den 80ern, sind letztere vorzuziehen. Takara bevorzugte dagegen eigentlich immer die Zeichentrick-Farben (es sei denn, die Figur trat nie in der Zeichentrickserie auf, siehe Generations Darkmount/Straxus). Außerdem hatte Takara häufig ein größeres Budget für zusätzliche Einzelbemalungen als Hasbro. Mittlerweile ist das neue Hasbro-Team auf einem extremen "Zeichentrick, Zeichentrick über alles"-Trip (auch wenn Rumble noch immer rot und Frenzy noch immer blau sein darf), und Takaras Figuren sind eigentlich nur noch Hasbros Figuren in leicht veränderten Verpackungen.

Und dann waren da die Takara-Versionen von "Transformers Animated" und "Transformers: Prime". Bei "Animated" hatten alle Figuren Bemalungen in Metallic-Farben, was überhaupt nicht Zeichentrick-akkurat war, während die "Prime"-Figuren über zusätzliche Mini-Con-Ports verfügten und die regulären Waffen durch "Arms Microns" ersetzt wurden. Ach ja, und die "Arms Microns" waren noch in Einzelteilen verpackt und mussten vom Käufer zusammengesetzt werden. Und statt Bemalungen gab es Aufkleber. Das war seltsam.


Die meisten Spielzeugreihen zu den Kinofilmen waren zumindest zu Beginn der jeweiligen Reihe ebenfalls weitgehend identisch mit den Hasbro-Versionen. Wer da die Takara-Version importierte, zahlte im Grunde einen Aufpreis für einen Aufkleber auf der Verpackung.



[Editiert am 20/6/2020 um 13:54 von Nevermore]
http://i.imgur.com/QXg4h7B.jpg

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